Einwohnerzahl 1'400
Anzahl Haushaltungen 565
Fläche Gemeindebann 475 ha
Länge Gemeindegrenze 10 km
Höhe über Meer 392 m
Gemeindesteuerfuss 109 %


Das im kleinen Tal zwischen den bewaldeten Anhöhen des Bruggerberges und des Iberges gelegene Dorf Riniken ist als alemannische Siedlung entstanden. Der Name Riniken geht auf den alemannischen Personennamen Rino zurück («bei den Höfen der Sippe des Rino»). Im Laufe der Zeit änderte sich die Schreibweise von Rinichon, Rininchon - Rinikon zum heutigen Riniken.

In einer Urkunde kommt der Hof Riniken erstmals im Jahre 1253 vor. Am 30. Juli 1253 wurde der Hof (Rinichon in monte Boceberc) durch die Grafen Gottfried, Rudolf, Otto und Eberhard von Habsburg und durch ihre Mutter Gertrud, eine geborene Freiin von Regensberg, zum Seelenheil ihrer Angehörigen dem Kloster Wettingen vergabt. Während damals die hohe Gerichtsbarkeit durch die Herrschaft Habsburg-Österreich ausgeübt wurde, lag das Niedergericht in den Händen von Dienstleuten.

So war es wahrscheinlich auch eine Dienstadelsfamilie der Grafen von Habsburg, welche auf der in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbauten und heute fast gänzlich verschwundenen Burg "Iberg" sass. Von der einstigen Burg am Nordostende das gleichnamigen Höhenzuges ist heute kaum mehr etwas zu sehen. Nur eine Orientierungstafel mit Rekonstruktionsskizze sowie ein freigelegter und konservierter Abschnitt der Ringmauer erinnern an die frühere Burganlage. Später gelangten die meisten Güter in Riniken in den Besitz des habsburgischen Haus- und Gedächtnisklosters Königsfelden, das bis 1528 auch «Twing und Bann», also die niedere Gerichtsbarkeit, über das Dorf ausübte. Ab 1460 bis 1798 unterstand Riniken der Landeshoheit von Bern und gehörte zum Amt Schenkenberg.

Die ersten Hinweise über die Bevölkerungszahl stammen aus dem Jahre 1566. Damals zählte man in Riniken 10 Feuerstätten, also 10 Haushaltungen mit 50 bis 60 Personen. Hundert Jahre später waren es 17 Feuerstätten mit 80 Einwohnern. In den damaligen Einwohnerverzeichnissen finden sich bereits die heute noch bekannten Ortsbürgergeschlechter wie Obrist (früher Oberist), Schaffner und Geissberger. Später kamen noch die Familiennamen Ackermann, Kull, Wernli, Wüthrich, Gross und Schlatter dazu.

Die Bevölkerung nahm in der Folge kontinuierlich zu und erreichte bei der Kantonsgründung im Jahre 1803 die Zahl von 314 Einwohnern. Diese Bevölkerungszahl änderte sich kaum wesentlich, und Riniken blieb bis nach dem Zweiten Weltkrieg ein kleines Bauerndorf. Ausgelöst durch die Güterregulierung und den ersten Zonenplan begann in den 60er Jahren eine rasante Entwicklung. 1956 entstanden im Gäbi (heutiges Neuquartier) die ersten Einfamilienhäuser. Seither hat sich die Bevölkerung nahezu verfünffacht.

Wegen seiner Nähe zur Stadt wird Riniken als Wohngemeinde sehr geschätzt. Nach dem der Ortsplanung zugrunde liegenden Leitbild besteht allerdings nicht die Absicht, das Dorf weiter wachsen zu lassen. Vielmehr gilt es, zum Dorf Sorge zu tragen und die bauliche Ausdehnung einzugrenzen. Wie andernorts ist man auch in Riniken sehr darum bemüht, das herkömmliche Ortsbild im alten Dorfkern zu erhalten. Bisher ist das recht gut gelungen. Viele ehemalige Bauernhäuser wurden liebevoll umgebaut und renoviert. Auch wenn die Gebäude heute meist nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden, so ist doch der Charakter des ursprünglichen Bauerndorfes geblieben.

Heute zählt Riniken noch sieben hauptberufliche Landwirte. Mit dem Nutzungsplan will die Gemeinde diesen Bauernbetrieben das notwendige Kulturland und damit die Existenzgrundlage erhalten. Im weitern gibt es eine Wirtschaft, zwei Lebensmittelgeschäfte und einige Gewerbebetriebe, die für das «Leben» im Dorf sorgen.

Riniken gehört seit jeher zur Kirche Umiken. Früher wurden die Verstorbenen aus Riniken auf dem Friedhof Umiken bestattet. Seit 1967 hat Riniken seinen eigenen Friedhof und seit 1978 ein beiden Konfessionen dienendes Kirchliches Zentrum auf dem Lee. Als Dorf des ehemaligen Berner Aargaus hatte Riniken noch bis 1950 eine fast ausschliesslich reformierte Bevölkerung.


Auszug aus dem Gemeindeportrait auf http://www.riniken.ch


In der Gemeinde ansässige Vereinsmitglieder:

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