Der Dorfkern liegt auf einer Schotterterrasse an der Reuss auf einer Höhe von 363 Metern über Meer und ist in allen Richtungen umgeben von Wald. Im Südwesten erhebt sich der 500 m hohe Eiteberg an dessen Südseite sich die bereits auf der Birrfeldebene liegenden Weiler Trotte und Bergacker schmiegen. Rund ein Drittel der 316 ha Gemeindefläche besteht aus Wald. Die Reuss bildet die natürliche Dorfgrenze im Norden und Osten. Teilweise bildet die Autobahn im Süden und Südwesten eine weniger schöne Begrenzung.
Das Dorfbild wird auf dem Birrfeld massiv beeinflusst durch das grosse Kieswerk. Sorgfältige Abbau- und Rekultivierunsplanung sorgen aber für eine möglichst gute Eingliederung in die Landschaft.

Während die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich sank, stieg die Einwohnerzahl ständig an: Heute zählt Mülligen um die 800 Einwohner und der Bauboom hält immer noch an. Die letzten beiden Baugebiete im Dorfkern stehen kurz vor der Erschliessung.

Mülligen und Arbeit

Mülligen war früher ein Bauerndorf. Die Bauern bewirtschafteten das Land im Dorf und vor allem auf der Birrfeldebene. Es handelte sich vorwiegend um Klein- und Mittelbetriebe, die oft nur als Nebenerwerb dienten.
Die Industrialisierung brachte um die Jahrhundertwende neue Arbeitsplätze in die Region. Die Mülliger Frauen brachten ihren Männern, die in den Fabriken in Brugg arbeiteten, täglich das Mittagessen (Bräusi-Tram).

Heute arbeitet die Mehrheit der Erwerbstätigen im Raum Brugg-Birrfeld-Baden, sowie im Grossraum um Zürich. Landwirtschaftsbetriebe gibt es noch vier. Aber auch lokales Gewerbe bietet Arbeitsplätze: Das Kieswerk, die einzige in der Schweiz noch bestehende Rinderbesamungsstation des Schweiz. Verbandes für künstliche Besamung und weitere, kleinere Gewerbebetriebe.

Mülligen hat Vergangenheit

Der Name Mülligen kommt nicht etwa von der Mühle wie man annehmen könnte, sondern von der Familie von Mülinen, deren Nachkommen heute am Genfersee wohnen.

Das Dorf wurde 1273 erstmals urkundlich erwähnt, unter dem Namen "Mulinon". Es gehörte zum Eigenamt der Habsburger und nach 1308 dem Kloster Königsfelden. Erst nach der Selbstaufhebung des Klosters, im Zusammenhang mit der Reformation 1528, zog Bern alle seine Güter und Rechte an sich und machte aus dem Eigenamt eine eigene Vogtei.

1688 fielen in Mülligen 29 Menschen der Pest zum Opfer, etwa ein Drittel der damaligen Einwohnerschaft! Auch vor zahlreichen Bränden blieb Mülligen nicht verschont: Der grösste Brand zerstörte im Jahre 1885 in einem Tag 13 Häuser.


Auszug aus dem Gemeindeportrait auf http://www.muelligen.ch


In der Gemeinde gibt es keine ansässigen Vereinsmitglieder

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