Bözen in Zahlen
Wohnbevölkerung per Dezember 1999: 656 Personen
Haushaltungen per Dezember 1999: 253
Fläche Gemeindegebiet: 396 ha, davon 76 ha Wald
Höhe über Meer: 407 Meter
Erste urkundliche Erwähnung: 1284 "Boze"


Der Name "Bözen" wird erstmals als "Boze" in einem Dokument aus dem Jahre 1284 erwähnt. Unsere Ortsbezeichnung geht auf das keltische Wort "voceton" zurück, das sich im Alemannischen zu "Böze" und in unserer Sprache zu "Bözen" umwandelte. Der keltische Begriff bedeutet "Niederwald, Waldgebiet mit viel Niederholz".
 
Die Anfänge von Bözen liegen in ferner Vergangenheit. Funde aus der jüngeren Steinzeit sowie die Entdeckung einer römischen Villa in der "Mei" weisen auf eine frühe Besiedlung unserer Gegend hin. In späterer Zeit gelangte die Ortschaft, die als Teil des Hofes Elfingen zum Kloster Murbach gehörte, im Jahre 1291 in den Machtbereich der Habsburger.
 
Diese errichteten einen "Zwing und Bann zu Bötzen", der im 14. Jahrhundert zuerst den Herren zu Schönau und anfangs des 15. Jahrhunderts der Basler Familie des Arnold von Rotberg, welchem Bözen sein Gemeindewappen verdankt, gehörte. Mit der Eroberung des Aargaus durch die Berner ergaben sich für unsere Gemarkungen neue Verhältnisse. Nachdem die Berner 1460 sich der Herrschaft Schenkenberg bemächtigt hatten, erwarben sie 1514 Bözen, Effingen und Elfingen käuflich von den Rotberg. Zu jener Zeit wurde das Gericht Bözen geschaffen. Seither bildete unser Gebiet einen Teil des bernischen Amtsbezirks Schenkenberg.
 
Die Gemeinde Bözen hat nie grosse Geschichte gemacht. Die Bevölkerung besass keine hohen Einkünfte. Durch Landwirtschaft, Weinbau und Heimarbeit wurde der Lebensunterhalt bestritten.
 
Die Einfachheit der Menschen spiegelte sich auch in jener Zeit im Dorfbild, d.h. in der unauffälligen und doch schönen Bauart der Häuser, die grösstenteils im spätgotischen Stil erstellt, im Laufe der Zeit starke Veränderungen erfahren haben. Das Bauerndorf Bözen, im oberen Fricktal, vereinigt eine dreifache Talgabelung. Die Siedlung folgt in typisch jurassischen Strassenzeilen dem Haupttal und in einem rechten Winkel den beiden Seitentälern.
 
Die Gemeinde umfasst 396 ha und liegt genau in der Mitte zwischen den beiden Städten Zürich und Basel. Das Dorfbild hat sich in der Gegenwart nicht stark verändert. Entlang der Strasse wurde in Altliegenschaften neuer Wohnraum geschaffen, in den Randgebieten wurden neue einzelne und zusammenhängende Einfamilienhäuser erstellt.
 
Als erwähnenswerte alte Bauten gelten die Liegenschaft Nr. 52 an der Hauptstrasse, das ehemalige Zehntenhaus aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, das 1517 erstellte Gasthaus zum Bären, die etwas abgelegene Mühle, die heute nicht mehr betrieben wird sowie die alte Trotte im Oberdorf. Das Dorfbild wird beherrscht von der schmucken Kirche, welche sich nordöstlich über der Gemeinde erhebt. Im Jahre 1959/60 renoviert, zählt dieses Gotteshaus zu den schönsten Landkirchen. Von besonderer Sehenswürdigkeit ist das farbenprächtige, von Felix Hoffmann geschaffene Auferstehungsfenster in der Mitte des Chores, sowie die Daxelhoferscheibe aus dem Jahr 1668.
 
Bözen ist eine der ältesten Rebbaugemeinden des Kantons. Der 1991 gegründete Verein der Reb- und Weinfreunde sorgt dafür, dass der Weinbau auch weiterhin mit grosser Hingabe und Liebe betrieben wird - Qualität steht vor Quantität.


In der Gemeinde ansässige Vereinsmitglieder:

Weinbau
Amsler Hans
Sörenhof
5076 Bözen

Reb- und Weinbau
Heuberger Rolf + Karin
Mühleweg 258
5076 Bözen

Weinbau
Pfister Rosmarie und Werner
Lindenhof 100
5076 Bözen

Zurück

Nach oben